Das Jahr 2011

Ab Februar 2011 gab es ein reges Treiben im Volkshaus. Bauarbeiter u. Theaterleute bereiteten    eine Spielstätte für das Musical "Cabaret" vor.
            
8. April 2011     
Es fand ein Arbeitseinsatz des Fördervereins auf dem Volkshausgelände statt,    Aufräumarbeiten vor den Theaterveranstaltungen, unser Beitrag für ein schöneres     Meiningen.

Das Haus wird eingerichtet

14. April bis 12. Mai 2011
13 Aufführungen des Musicals "Cabaret" im Volkshaus, mehr als 7500 Besucher sahen diese Aufführung, inszeniert durch den  Berliner Regisseur Lars Wernecke, mit  einem    beeindruckenden Bühnenbild von Helge Ullmann.
Die Inszenierung von "Cabaret" wurde durch die "Meininger Theaterfreunde" zur    "Inszenierung des Jahres" 2011 gekürt.

vor der Premiere zum Musical "Cabaret"

Mitglieder des Fördervereins waren mit Tafeln und Flyern bei allen Veranstaltungen vor Ort. Sie warben für den Verein, für die Erhaltung und Instandsetzung des Hauses. Es wurden
in der Zeit  1317,80 Euro für Sicherung und Instandsetzung der Stuckdecke  gesammelt.    Weitere Spenden wurden in dieser Zeit  an den Verein überwiesen. Wir danken allen Spendern und Helfern.

nach der letzten Vorstellung "Cabaret" im Volkshaus
Die Musiker
Volkshaus nach der letzten Vorstellung 2011


Am 28. April hatte der Förderverein  einen Antrag auf  Nutzung des Volkshaussaales an den Bürgermeister gestellt. Der Saal sollte so weiter genutzt werden, wie er durch das Theater hergerichtet wurde. Doch bereits am Abend der letzten Vorstellung am 12. Mai     begann das Theater  mit dem Rückbau der Einrichtung, vertragsgemäß.         
14. Mai bis 7. Juni
Nachdem der Antrag  im Bausschuss und im Hauptausschuss nicht behandelt wurde, gab  es fraktionsübergreifend  einen Beschlussantrag von    10 Stadträten zu unserem Antrag auf Weiternutzung. In der Stadtratsitzung vom 07. Juni 2011 wurde der Antrag mit 13 gegen 7 Stimmen, mit  6 Enthaltungen zugunsten des Fördervereins entschieden.
Jedoch der Bürgermeister wollte keinen Vertrag mit dem Förderverein unterschreiben, trotz demokratischer Entscheidung.   Außerdem  waren die vorderen Türen bereits    zugemauert, der Fußboden war  entfernt, das Gerüst zum Rückbau der Sicherungskonstruktion wurde bereits aufgebaut.        

1. Oktober     
Im Rahmen der Weltkulturwoche beteiligte sich  der Förderverein mit  Musik- und Tanz im    Festzelt vor dem Schützenhaus . Am Nachmittag spielten die "Glüxxritter". Es sollte u.a.    eine Veranstaltung sein, in welcher sich die Fördervereinsmitglieder näher kennen lernen.     Vereinsmitglieder  hatten Kuchen gebacken, für Kaffe, Tee und Getränke gesorgt. Damit    wurde an die Tradition des "Tanztees "    im Volkshaus angeknüpft.
Am Abend gab es heißere Rythmen mit  der Band "ONE".  Nach 22 Uhr füllte sich das Zelt    zunehmend auch mit ehemaligen Besuchern der traditionellen "Volkshaus-Diele". Man traf    sich, es wurde geklönt, getanzt, gelacht und spät in der Nacht wollte keiner nach Hause.
Die Veranstaltung war also sehr gut angekommen und wir wollen auch im kommenden Jahr     wieder dazu einladen.    Wir danken allen, die uns bei der Durchführung geholfen haben!

Tanz mit der Band "One" am Volkshaus am 1.Oktober

10. November    
Der Vorstand des Fördervereins hatte um Zugang zum Saalgebäude gebeten, um    Informationen über den Zustand der Stuckdecke zu erhalten. Mit einer Gruppe von Fachleuten  sollte ein  Weg gefunden werden, wie Kosten zur Sicherung und    Instandsetzung der Decke  ermittelt werden können.
Der Amtsleiter HTBA wies darauf hin, dass dem Förderverein in Abstimmung mit dem Bürgermeister einmal jährlich Zugang zum Volkshaussaal gestattet wird
(Dem Verein liegt ein Schreiben von Bürgermeister Kupietz vom 09.03.2009 vor, nachdem    der Zugang 2mal pro Jahr vereinbart ist).
Den Zugang zum Dachraum des Saales sowie  zum Schützenhaus gestattete der Amtsleiter bei der diesjährigen Begehung  nicht. Damit war für die Anwesenden eine ausreichende Information über den Zustand der Decke von vornherein ausgeschlossen.
Nach Auffassung des Stuckateurmeisters Thomas Tews kann die Decke instandgesetzt werden. Der größere Teil der Schäden an der Decke erfolgte bereits bei der Notsicherung 2009.  Soweit man es von unten erkennen kann, sind  bei Einbau und nach Rückbau der Unterstützungskonstruktion während der Nutzung durch das Theater die Schäden glücklicherweise nicht wesentlich größer geworden.      
                
Die vom amtierende Vorsitzenden des Fördervereins  verfasste Niederschrift wurde vom Amtsleiter Hoch-u. Tiefbau der Stadt  zurückgesandt mit der Bemerkung, er hätte diese nicht beauftragt. Vorwurf : "Offensichtlich verschließen Sie sich in Ihre Argumentation  den mehrfach vorgebrachten sachlichen Argumenten vollständig , warum eine Volkshaussanierung zumindestens momentan nicht angezeigt ist, und glauben, hier fehlenden sachlichen Handlungszwang  durch Aktionismus ersetzen zu können und damit Druck auf die Verwaltung ausüben zu können!"  
Unsere Forderung, uns mit Fachleuten mehrmals Zugang zu allen Bereichen  des Volkshauses zu gestatten, hat nichts mit Aktionismus zu tun. Für ausreichende Informationen    braucht man genügend Zeit, ausreichende Beleuchtung, ggf. auch Hilfsmittel  für die Sicherung von Personen.  Da das Vertrauen allein nicht ausreicht, müssen wir nach den bisherigen Erfahrungen allerdings unseren Forderungen  etwas Nachdruck verleihen. Wie man bisher mit uns umging, das grenzte an Diskriminierung. Da muss man sich wehren. Auch das ist ein Teil der Demokratie.
    
Doch auch noch etwas Positives aus dem  Jahre 2011:
    
Seit der Theaterspielzeit hat sich die Mitgliederzahl des Fördervereins  bis zum 25.11.2011    von 46 auf 93 erhöht und damit verdoppelt. Und wir haben Hoffnung, dass wir in diesem Jahr noch das hundertste Mitglied   begrüßen können.

Das Jahr 2012

Am 04. Mai 2012 beteiligten sich Vereinsmitglieder am Aktionstag gegen Rechts
und am 07. Juni 2012 an der Kundgebung und Demonstration gegen die Naziveranstaltung auf den Großmutterwiesen, die leider nicht verhindert werden konnte.
Doch die durch das "Bündnis gegen Rechts" organisierte Demonstration und Gegenveranstaltung unter dem Motto "Meiningen ist bunt" auf dem Pulverrasen war ein Erfolg für die Nazigegner.

Vom 06. bis 08. Juli fand dann in Meiningen das Städteduell "Mission Olympic" statt, für die Stadt Meiningen ein großes Ereignis.
Der Förderverein beteiligte sich mit einer Bewegungsstation unter dem  Motto " Bewegung für die Gesundheit und für das Volkshaus in Meiningen". Es wurden 4400 Ziegel, das sind 10 Tonnen, 10 m transportiert und 2200 Punkte erzielt.
Danke den Organisatoren der Veranstaltung und den10 Betreuern und Zählern, die den ganzen Tag an der Station des Fördervereins auf den Beinen waren.

Auf der Messe "Meininger Parkwelten"  vom 30. August bis 1. September 2012 hatte  der Förderverein dank der Messeleitung der MEGA  eine Stand an der Einfahrt des Marstallhofes.
Mit Tafeln konnten wir auf  den "Tag des offenen Denkmals" hinweisen. Es gab auch Informationen für die geplante Filmvorführung" Die Abenteuer des Werner Holt" und für die Ausstellung über den in Meiningen aufgewachsenen Filmschauspieler Klaus-Peter Thiele statt.

Zur Vorbereitung des "Tages des offenen Denkmals" beteiligten sich Vereinsmitglieder
am 06. September 2012 an einem Arbeitseinsatz u. führten Mäharbeiten und Aufräumungs-arbeiten am Volkshaus durch.
Am 08. September 2012  bauten  Martin Peter und seine Mitarbeiter für den Verein und seine Gäste ein kleines Festzelt  auf.
Am 09. September 2012 eröffnete Bürgermeister Fabian Giesder den Tag des offenen Denkmals am Volkshaus. Das Saal  war seit 12 Jahren das erste mal wieder, wenigstens ein ganz kleines Stück, geöffnet. Und es kamen viele, die den Saal wiedersehen wollten, schätzungsweise 800 Besucher. Im  Zelt sorgte die Musikgruppe  "Kulturbeutel" für gute Unterhaltung. Mitglieder und Freunde des Fördervereins hatten Fettbrote  zubereitet, Kuchen gebacken und verteilt, Kaffe ausgeschenkt.  Danke allen Helfern und Spendern!

Am 4. Oktober 2012 wurde  zum Gedenken an den am 10. Oktober 2010  verstorbenen Schauspieler Klaus-Peter Thiele  der Film "Die Abenteuer des Werner Holt" aufgeführt.
Klaus-Peter Thiele wurde am 14. Dezember 1940 in Meiningen geboren und besuchte hier bis 1959 die Henfling - Oberschule. Er studierte dann an der Staatlichen Schauspielschule " Ernst Busch ".
Der Film "Die Abenteuer des Werner Holt", mit Regisseur Joachim Kunert, ist ein bedeutende Darstellung der Entwicklung junger Leute unter der Nazidiktatur bis Ende des 2. Weltkrieges.
Der Film wurde ab 1965 in vielen Ländern auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges aufgeführt.
Ab 05. Oktober 2012 war in der Kunst-u. Kreativschule Meiningen, Klostergasse 1, eine Austellung über das Leben des Schauspielers Klaus-Peter Thiele zu sehen.
Die Ausstellung wurde möglich durch Unterstützung  von Valeska Rautenberg, Berlin, durch das Thüringische Staatsarchiv und durch eine Gruppe Meininger Schüler. Die Stadt Meiningen unterstützte  das Vorhaben im Rahmen der Vereinsförderung 2012 mit 400,- €.

Am 17.12. 2012:  Eingang eines Fördermittelbescheides  der Rhön-Rennsteig-Sparkasse über 1500,- €   für  die Ausgestaltung  des Jahrestages  " 100 Jahre Neuer Schießhaussaal". Ein entsprechender Antrag wurde am 29.11. 2012 an das Landratsamt Schmalkalden - Meiningen gestellt.

Doch es gab nicht nur Positives: Der Bauzustand des Saales hat sich weiter verschlechtert.Eine fortschreitende Zerstörung der Dachrinnen ist festzustellen, verursacht durch die provisorische Dacheindeckung. Wenn eine Dacheindeckung mit ausreichender Qualität nicht kurzfristig erfolgt, bleibt das Bauwerk weiter in Gefahr.

Bis zum Beginn des Jahres 2013 ist unser Förderverein auf 110 Mitglieder angewachsen.
Eine Jahresmitgliederversammlung fand 2012 nicht statt.  Diese wird  am 15.Februar 2013 im "Haus der Generationen" Henneberger Straße  stattfinden.