Das Jahr 2000, Gründung des Fördervereins zur Erhaltung des Volkshauses Meiningen als Kulturdenkmal (e.V.)

Im März 2000 wurde der Förderverein  zur Erhaltung des Volkshauses Meiningen als Kulturdenkmal e. V. gegründet. 
Am 26. Juni 2000 wurde durch den damaligen Vereinsvorsitzenden Albert Pasch, die Architekten Karsten Merkel und Reinhard Blumenstein eine Konzeption zur Sanierung und Nutzung vorgestellt, welche eine Trennung von Volkshaussaal und Schützenhaus vorsah. 
Am 29. Juli 2000  war das Volkshaus  erstmals  wieder zur Besichtigung geöffnet. 
Am 9. September 2000, Samstag vor dem Tag des offenen Denkmals, war das Haus nochmals geöffnet. 
In der Haushaltsdebatte im Dezember 2000 für das Jahr 2001 forderten Stadträte aus allen Fraktionen eine Dachsanierung des Volkshauses. 
Im Juni 2001  wurde  endlich mit  einer  "Notsicherung"  begonnen, die im wesentlichen folgendes beinhaltet:
    - Verschluss der  Erdgeschossfenster gegen Vandalismus mit       
       Mauerwerk (mit Lüftungsöffnungen)
    - Verschluss von Fenstern in den Obergeschossen durch Sperrholzplatten
    -  Abbruch vom Schwamm befallenem Parkettfußboden und Schwamm-  
       sanierung
    -  Einbau einer Stahltür
    -   Notreparatur des Daches (Kehlen der Schieferdeckung, Schadstellen
        in der Dachdeckung der Gebäude, Dachfenster)
    -   Beseitigung der schadhaften Dachrinnen und  Fallrohre 
Ein Ersatz der Dachentwässerung wurde nicht vorgesehen. Die Maßnahmen sollten als "erste Hilfe"  für  etwa 5 Jahre einer Verschlechterung des Bauzustandes vor der Sanierung vorbeugen. 
Im  Juni 2003  forderte der  Volkshaus - Förderverein  die Stadt Meiningen auf, die Suche nach Investoren und Betreibern  bundes- und europaweit über Zeitungen und Internet durchzuführen. 

Das Jahr 2005

Am 23. 11. 2005 fand unter Leitung und Moderation von Herrn Dipl.-Ing. Andreas Jacob der FIRU GmbH ein erster Workshop statt.Ein  "Nutzungskonzept Volkshaus Meiningen"  wurde vorgestellt.
Als Grundlage zur Diskussion  wurde gründlich das Veranstaltungsprofil von Stadt und Umgebung analysiert, Vergleiche mit Projekten in Thüringen und bundesweit  durchgeführt, Betreiber - und Finanzierungsmodelle vorgestellt.  Weiterhin wurde eine Reihe von Nutzungsszenarien für Saalgebäude und Schützenhaus erläutert.
Eine derartig umfangreiche Betrachtungsweise fehlte bisher den Diskussionen ums Volkshaus und ist jedoch äußerst  wichtig. 
Der Intendant des Meininger Theaters Herr Ansgar Haag eröffnete  eine neue Perspektive  für  das bau-geschichtlich wertvolle Schützenhaus:
Die Nutzung für die Kammerspiele mit 60 Veranstaltungen /Jahr für etwa 100 bis 300 Zuschauer  im oberen kleinen Saal.
Neben den von der FIRU - GmbH vorgestellten Nutzungen wäre der große Volkshaussaal auch für eine Grundsanierung des Theaters als Ausweichspielstätte notwendig. 
Vertreter der Stadtverwaltung, Kultur, Politik,Wirtschaft und Vereine , sowie Investoren und Betreiber  informierten sich vor Ort über Zustand und Nutzungsmöglichkeiten und diskutierten anschließend über Nutzung, Finanzierung , sowie anteilige finanzielle Mitwirkung der Stadt Meiningen. Dabei kam zum Ausdruck, dass das Schützenhaus für die Betreibung des Gesamtensembles notwendig ist und  bevorzugt entwickelt werden muss. Ein rentierlicher Betrieb des gesamten Volkshausensembles sei für einen Einzelbetreiber jedoch kaum möglich. 
Am 15.12.2005 forderte der Förderverein  in seiner Stellungnahme zum Workshop vom 23.11.2005 das Dach des Schützenhauses auf Grund der nicht vorhandenen Dachentwässerung noch 2006 zu sanieren.

Dächer in Meiningen, viele wurden instandgesetzt
DächerMgn
Das Dach des Volkshaussaales muss noch immer warten

Nach Angaben der Stadtverwaltung  im MT/FW vom 20.12.2005 hatten von sieben am Workshop beteiligten überregionalen Unternehmen  2 Unternehmen Interesse an der weiteren Projektentwicklung zum Volkshaus bekundet.
Zum Jahresende 2005 war die Entscheidung zur Nutzung der dem Theater benachbarten  Martin-Luther-Schule für die Kammerspiele, die Städtische Galerie ADA und die Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales Meiningen gefallen. 
Auf Grund dieser Aktivitäten hat sich einer der beiden Investoren zurückgezogen.