Auf den Spuren des Architekten Carl Göbel

Carl Göbel (1857 bis 1935), Hofbaumeister und Architekt in Meiningen

-    Geboren am 08.10. 1857 in Henneberg, als Sohn  des Ziegeleibesitzers  Martin Göbel. Neben dem Besuch der Volksschule erhielt er Privatunterricht durch einen Lehrer.
-    1872 bis 1875 Lehre und praktische Ausbildung in einem Meininger
Architekturbüro.
-    Auf Grund seiner Leistungen erhielt er ein Stipendium aus der „Bernhard -und Marienstiftung".
-    1875 bis 1878 Besuch der „Herzoglich-Braunschweigischen  
Baugewerksschule"in Holzminden.
-    1879 – 1880  Wanderjahre und Arbeit in einigen großen deutschen Städten
-    1880 bis 1885  Anstellung im Technischen Zentralbüro der königlichen
Eisenbahndirektion Magdeburg, Entwürfe von Hoch- und Tiefbauten,
statische Berechnungen und  Kostenanschläge für die Eisenbahnstrecke
Erfurt- Ritschenhausen Zeichnungen für den Brandleitetunnel  bei Oberhof.
-    8.Mai 1885  Assistentenstelle im Ministerialbüro in Meiningen durch
Oberbaurat und Regierungsrat Hoppe. Tätigkeit als Bauleiter bei den
Umbauarbeiten an der Meininger Stadtkirche.
-    Studium an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg
-    Ab 1898 Hofbauführer, Arbeiten am neuen Palais, am Umbau der Villa
Feodora, Bad Liebenstein
-    1891 Hochzeit mit  Emma Erk aus Hennberg, aus dieser Ehe stammen 2
Kinder
-    1896 wird  Eduard Fritze Oberbaurat und damit Vorgesetzter von Carl Göbel.
-    Um 1900: Gründung der Einmann-Firma  Carl Göbel Baubüro für Architekten
und Bauausführungen Meiningen    .Er war hier Architekt, technischer
Zeichner , Bauleiter und Makler.
-    1901 wird Carl Göbel  Mitglied  der Freimaurerloge „Charlotte zu den drei
Nelken".
-    1904 bis 1905 war er Bauleiter beim Bau des neuen Logenhauses, das nach
Plänen des Architekten Karl Behlert, doch auch nach  vielen Detailskizzen
Göbels ausgeführt wurde.
-    1907  gewann er den 1.Preis des öffentlichen Wettbewerbes für die Prinz-
Friedrich-Schule (jetzt Staatliche Grund- und Regelschule am Pulverrasen).
Die Ausführung erfolgte jedoch nach einem verkleinerten Plan von Baurat
Fritze, den dieser unentgeltlich für die Stadt ausführte
-    1900 bis 1914 entstanden etwa 60 Bauwerke. Nach dem 1. Weltkrieg kamen nur wenige dazu.

- 27.  August 1935: Karl Göbel, leitendes Mitglied der Loge „Charlotte zu den Drei Nelken" und „Meister des Stuhls"  versandte an alle Logenmitglieder einen   Rundbrief:
"...Wir stehen heute am Ende eines Abschnittes deutscher Geistesgeschichte, am Ende eines Bundes, der das Edelste und Größte gewollt und dessen Mitglieder durch die Tat, durch ihre Leistungen für ihr Volk und Vaterland, durch unwandelbare Treue in ihrem Beruf erwiesen haben, dass sie die edle freimaurerische Lehre nicht nur auf den Lippen, sondern auch im Herzen trugen.  Wir denken heute... im tiefsten Bedauern der furchtbaren Angriffe, die irregeleitete Menschen auf unsere Ehre unternommen haben, wir denken mit tiefster Trauer der niederdrückenden Tatsache, dass es solchem Tun möglich gewesen ist, einen Bund, der wahrste und reinste Vaterlandsliebe, echte soziale Gesinnung und reinstes Christentum durch 2 Jahrhunderte hindurch nicht nur gepredigt, sondern auch betätigt hat und darum auch vom Staate stets anerkannt war und bis heute nicht verboten worden ist, zur Selbstauflösung zu treiben..."
In diesem Zeitraum wird er von den Nationalsozialisten verhaftet. Durch den Einsatz seiner Familie kommt er jedoch wieder in Freiheit.
-Am 19. Oktober 1940  stirbt Baumeister Carl Göbel im Alter von 84 Jahren.
Seine Frau Emma Göbel folgt ihm im Jahre 1947.

Quellen:     Privatarchiv Dr. Harald Göbel,
                  Meininger Tagblatt/Freies Wort vom 19.08.2000,         
                  26.08.2000 und 02.09.2000

Es wird Dampf gemacht

Es wird Herbst in Meiningen. Nicht nur auf den Meininger Gleisen, auch im Volkshaus wird Dampf gemacht. Die Fenster sind fast alle eingebaut. Das Haus wird für die kalte Jahrezeit gerüstet.

Das war der Denkmaltag am 10.September im Meininger Volkshaus

Hier finden sie mehr über "Die Meininger Saxophon-Bigband"

https://www.die-meininger.com

 

 

 

Volkshaus umarmen 2017, am 20.Juni

Mit Hilfe der Meininger Bürger, Schüler, mit dem DRK-Kinder-u. Jugendorchester wurde wieder einmal, zum vorletzten mal das Volkshaus symbolisch umarmt.

Der Bürgermeister informierte über den Stand, ein Modell des Hauses wurde von Bernd Fischer vorgestellt.

Der Nachwuchs des DRK-Kinder und Jugendblasorchesters spielte den"Pulverrasenblues"

 

 

Porzellan-Trabi ist wieder da

Anne Schwegmann-Fielding verwandelte in Meiningen einen Trabant in ein Kunstwerk

Im Juli 2011 verwandelte diese britische Künstlerin einen Trabant des Meininger Trabi-Vereins    http://www.ost-legenden-meiningen.de/   in ein Kunstwerk.

Meininger Bürger lieferten ihr gutes Porzellan-Kaffeegeschirr als Material.

Nun ist das Schmuckstück auf dem Schlosshof des Schlosses Elisabethenburg wieder zu sehen.

Die Meininger Trabi-Freunde hatten ihn in sicherer Verwahrung und brachten ihn wieder auf den Schlosshof, wo er im Sommer wieder zu besichtigen ist.

Als weiteres Mosaik-Kunstwerk gestaltete sie in Thüringen  für den Kunstweg im Thüringer Kleinbreitenbach ein Moped "Schwalbe" zur "Edelschwalbe". 

http://www.kunstwanderweg-kleinbreitenbach.de/rundgang-69.html

 

 

 

Informationen zur ideellen Volkshausaktie

Am 04. Mai 2017 übergab der Meininger Bürgermeister dem Vorsitzenden des Fördervereins zur Erhaltung des Volkshauses Meiningen als Kulturdenkmal e.V.Günther Weber die erste "ideelle Volkshausaktie". Für 1000 Euro hat der Förderverein diese erste Aktie von der Stadt Meiningen erworben.

Mit der Übergabe wird eine Spendenaktion eröffnet, deren Ergebnis der Ausstattung des Volkshaussaales dienen soll. Die Austattung, welche nicht förderfähig ist, wird damit auf einen guten Stand gebracht.

Alle Freunde des Volkshauses können sich daran beteiligen.  Wie Sie die Aktie erwerben können, ist in nachfolgender Information der Stadt Meiningen zu sehen.

Die Information kann auch als pdf-Datei "VHAktieInfo" heruntergeladen werden.

 

 

Karl Behlert, Architekt und Hofbaurat in Meiningen (1870 -1946)

eine kurze Biografie

 

 

 

 

1870, am 5. Juli geboren in Meiningen als Sohn des Drechslers Edmund Behlert

1877 bis 1885 Volksschule in Meiningen

1885 bis 1887 Fortbildungsschule in Meiningen und Lehre bei Maurermeister Weber. Erste Kontakte mit Hofbildhauer Ferdinand Müller und Hofbaurat Hoppe. Beteiligung an einer Ausstellung von Lehrlingsarbeiten

1888 bis 1889 Anstellung als Bauführer im herzoglich sachsen-meiningischen Hofbaubüro, Assistent des Baumeisters Albert Neumeister auf Schloß Altenstein.

1890 bis 1891 Architekturstudium in Berlin auf Anraten und mit Unterstützung Herzog Georg II. Von Sachsen-Meiningen.

1891 Ernennung zum Herzoglichen Hofbaumeister. Erste größere Bauaufgaben unter Anleitung von Oberbaurat Eduard Fritze. Mit Genehmigung Herzog Georgs II. lebenslang auch als freischaffender Architekt in Meiningen tätig.

1901 Große Studienreise nach England und Schottland.

1909 , am 17. Dezember, am Tage der Einweihung des Neuen Hoftheaters Meiningen, Ernennung zum Hofbaurat.

1914 bis 1918 1.Weltkrieg, Teilnahme als Kriegsfreiwilliger in Russland

nach 1918 Vielbeschäftigter freiberuflicher Architekt, Mitglied des BDA (Bund deutscher Architekten)

bis ca . 1940 Weiterführung der Geschäfte des ehemaligen Hofbaubüros

1946, am 17. April gestorben in Meiningen

 

(nach Heimatklänge 10 , 1996, Meininger Tageblatt,

Sonderheft Karl Behlert 1870-1946, von Ingrid Reißland)

 

Repräsentative Bauten Karl Behlerts in Meiningen

 

1899 Erweiterungsbau des alten Schützenhauses

1905 Freimaurerloge Meiningen , Bismarckstraße (Neu-Ulmer Straße) gemeinsam mit Karl Göbel

1906/09 Bank für Thüringen,Geschäftsstelle Meiningen, 1919 Erweiterung

1907/08 Umbau des Marmorsaales im Schloß Elisabethenburg

1908 Schwesternhaus am Georgenkrankenhaus Meiningen, Erweiterung des Helenenstifts in Meiningen

1908/09 Neues Hoftheater Meiningen, Palais Strupp, Meiningen Bernhardstraße

1910 Haushaltungsschule Meiningen, Helenenstr. 35 (unvollendet)

1911/13 Neuer Festsaal des Schützenhauses in Meiningen (nach 1945 Volkshaussaal)

1913/14 Gutshaus Welkershausen (Sandnerhof)

1920/21 Umbau des Kleinen Palais, Bernhardstraße 2

zum Bankgebäude der Thüringischen Staatsbank

1924/25 Handswerkskammer Meiningen, Bismarckstraße (Neuulmer Straße)

1930/35 Erweiterungsbauten Georgenkrankenhaus Meiningen

1932/34 Umbau des Volksbades Meiningen

1935/36 Filiale der Landesbrandversicherung Gotha in Meiningen, Bismarckstraße 43 a (jetzt Neu- Ulmer Straße.)

Weiterhin wurden von Karl Behlert über 50 Wohngebäude in Meiningen entworfen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Gebäude gut erhalten.

 

Das Meininger Theater, Foto: SM 2010

Volkshaussaal in Meiningen, Foto: SM2008

Freimaurerloge "Charlotte zu den 3 Nelken", Foto:SM 2010

Thüringenbank. Foto: SM 2010

Schwesternschule in Meiningen (1909), Foto: SM2006

Kindergarten in Wasungen, Foto: SM 2010

Schule in Breitungen, Foto: SM 2010

Rathaus in Breitungen, Foto: SM 2010

Kirche in Schafhausen, Foto: SM 2010

Meiningen, Helenenstraße 15, Foto: SM 2006

Meiningen, Helenenstraße 27, Foto: SM 2006

Grabstätte der Familie Behlert, Foto: SM 2006